3,75 Millionen Euro Entwicklungsgeld für Schulen in Bonn
Mit zwei Zuschüssen bezahlte das BMZ schulische Infrastruktur für die Mitarbeiter von UN-Einrichtungen in Bonn. Das Geld floss an das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen.
Was ist passiert?
Laut Transparenzportal des Bundes zahlte das Entwicklungsministerium zweimal für die „schulische Infrastruktur für Mitarbeiter entwicklungspolitischer VN-Einrichtungen in Bonn“: 750.000 Euro für 2013 und 2014 und 3,0 Mio. Euro von Januar 2016 bis Januar 2018. Empfänger war jeweils das United Nations Volunteers Programme (UNV), beide Male als Zuschuss. Eine Förderregion ist nicht angegeben.
Als Begründung nennt das Portal: Die VN-Einrichtungen in Bonn sollen eine bestmögliche entwicklungspolitische Leistung für die Partnerländer erbringen und hierzu das geeignetste Personal anwerben können. Hierfür mitentscheidend sei der Zugang zu entsprechender schulischer Infrastruktur.
Kritik
Das Geld aus dem Etat für Entwicklungszusammenarbeit kam keinem Partnerland zugute, sondern den Kindern internationaler Beschäftigter in Bonn. Die Anwerbung von Personal ist Sache der Vereinten Nationen selbst. Wofür genau die 3,75 Mio. Euro ausgegeben wurden, Schulplätze, Gebäude oder Zuschüsse zum Schulgeld, steht nicht im Portal.
Zahlen aus dem Transparenzportal des Bundes, Stand 30.09.2026. Maßnahmen im Transparenzportal: DE-1-201279959, DE-1-201579879.