20 Millionen Euro Zuschuss für Radwege in Lima
Das BMZ bezahlt der Stadtverwaltung von Lima den Ausbau ihres Radwegenetzes als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt wird. Bis September 2026 flossen 15,2 Mio. Euro.
Was ist passiert?
Lima ist die Hauptstadt Perus. Laut Transparenzportal des Bundes finanziert das Entwicklungsministerium über die KfW Entwicklungsbank den Aufbau eines Radwegenetzes im Metropolbereich Lima. Empfänger ist die Stadtverwaltung, die Municipalidad Metropolitana de Lima. Bestehende Radwege sollen verbunden und an Schnellbus und Metro angeschlossen werden. Als Begründung nennt das Portal Klimaschutz, die starke Luftverschmutzung in Lima und bezahlbare Mobilität für ärmere Bevölkerungsschichten.
Die Maßnahme läuft seit November 2021 und soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Zugesagt sind 20 Mio. Euro als Zuschuss. Ausgezahlt waren bis zum 30. September 2026 15.236.265 Euro, davon 4,4 Mio. Euro im Jahr 2022, 6,6 Mio. Euro im Jahr 2024 und 3,8 Mio. Euro im Jahr 2026.
Daneben gab das BMZ der Republik Peru 2023 ein Darlehen über 80 Mio. Euro für Reformen im Verkehrssektor, unter anderem für den öffentlichen Nahverkehr in Lima. Wie viele Kilometer Radweg gebaut sind und wie viele Menschen sie nutzen, steht nicht im Portal.
Kritik
Deutschland schenkt einer südamerikanischen Metropole den Ausbau ihres Radwegenetzes. Für die übrigen Verkehrsreformen in Peru gibt das BMZ ein Darlehen, für die Radwege in Lima einen Zuschuss. Warum diese 20 Mio. Euro nicht zurückgezahlt werden müssen, begründet das Portal nicht. Ob die Radwege genutzt werden, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht prüfen, eine Evaluierung liegt noch nicht vor.
Zahlen aus dem Transparenzportal des Bundes, Stand 30.09.2026. Maßnahmen im Transparenzportal: DE-1-202068302.