Zugeparkte Feuerwehrzufahrt, nichts passiert
In der Quellstraße in Waldhausen blockieren Autos Feuerwehrzufahrten, doch 20 Monate nach dem Beschluss für 50.000 Euro teure Beete wurde nichts gebaut
Was ist passiert?
Die Quellstraße im Stadtteil Waldhausen ist eine Tempo-30-Zone mit einem öffentlichen Parkplatz, auf dem es bereits Pflanzbeete gibt. Zwischen diesen Beeten liegen Feuerwehrzufahrten, die eigentlich frei bleiben sollen.
Genau dort, so schildert es ein Anwohner, parken Autos immer wieder. Die Zufahrten seien häufig blockiert. Er habe das bei den Waldhausener Gesprächen und bei zwei Ortsbegehungen in den Jahren 2023 und 2024 Ratsvertretern gesagt, eine Rückmeldung habe er nicht bekommen. Im Januar 2026 wandte er sich deshalb mit einer förmlichen Eingabe an die Stadt.
Die Verwaltung verweist darauf, dass sie sofort tätig geworden sei. Die Bezirksvertretung Nord beschloss am 11.09.2024 die Vergrößerung der vorhandenen Pflanzbeete, damit das widerrechtliche Parken baulich unmöglich wird. Die Beete sollen so geplant werden, dass alle Schleppkurven berücksichtigt sind. Zusätzlich soll der ruhende Verkehr auf dem Platz durch Markierungen geordnet werden. Die Kosten liegen bei 50.000 Euro und haben sich laut Stadt seit dem Beschluss nicht verändert.
Doch gebaut wurde bis zur Vorlage vom 27.04.2026 nichts. Vom Beschluss bis dahin vergingen 593 Tage (365 Tage bis 11.09.2025 plus 228 Tage bis 27.04.2026), also fast 20 Monate. Selbst die Fertigstellung der Planung steht laut Stadt noch aus, denn nach dem Beschluss auf Vorplanungsniveau müssen Leitungslagen, Entwässerung und Kampfmittelfreiheit geprüft werden. Wie lange das dauert, hänge vom „Arbeitspensum und der Priorisierung“ ab. Nun erwartet die Verwaltung Planung und Umsetzung im Lauf des Jahres 2026.
Die Eingabe des Anwohners soll trotzdem zurückgewiesen werden. Sie sei bereits beschieden und enthalte nichts Neues. Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden sollte am 06.05.2026 darüber beraten. Was danach geschah, ist unbekannt.
Kritik
Wenn Feuerwehrzufahrten zugeparkt werden, ist das ein Sicherheitsproblem, das man nicht mit einem Verfahren lösen darf, das fast zwei Jahre nach dem Beschluss noch nicht einmal fertig geplant ist. 50.000 Euro für größere Pflanzbeete sind ein hoher Preis für eine Lösung, die bis heute keinen einzigen Falschparker abhält. Die ohnehin vorgesehenen Markierungen hätte die Stadt vorziehen können, statt auf das Gesamtpaket zu warten. Und wer ein Problem erst nach Jahren angeht, sollte den Bürger, der es meldet, nicht mit dem Hinweis abfertigen, es sei längst erledigt.
0556/XI: Eingabe nach § 24 Gemeindeordnung NRW; "Umgestaltung öffentlicher Parkplatz Quellstraße, 41068 Mönchengladbach", Ratsinformationssystem der Stadt Mönchengladbach, 6. Mai 2026. Zahlen gegen die Vorlage geprüft, gerechnete Werte nachgerechnet. Maßgeblich ist der Stand der Vorlage; spätere Beschlüsse sind nicht berücksichtigt.