Ausland: Vorgänge aus KfW-Evaluierungen und Transparenzportal, BMZ-Gelder nach Land
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- Vorgänge daraus
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Quelle
Stand
- KfW-Evaluierungen
- 385 Berichte
- Berichte 2009 bis 2026
- Transparenzportal BMZ
- Stand 30.09.2026
Länder mit Vorgängen
Top 15
34.912 Maßnahmen des Entwicklungsministeriums seit 2013, 135,6 Mrd € ausgezahlt. 75,9 Mrd € davon gingen an 127 einzelne Länder, 59,7 Mrd € (44 %) an Regionen oder globale Vorhaben. Stand 30.09.2026.
Vorgänge Schlecht ausgeführt 26
- Flutfeste Straßen, teuer gebaut und knapp unterhalten 8,7 Mio. € Statt geplanter 0,64 Mio. Namibia-Dollar kostete in der zweiten Bauphase jeder Kilometer Zugangsstraße 2,1 Mio., und zur Finanzierung der Instandhaltung wurde mit den Partnern nichts vereinbart.
- 31 Millionen für ein Lager, das kaum läuft 72,5 Mio. € In Serbien finanzierte das BMZ ein Kohlelager für rund 31 Mio. Euro, dessen vorgeschaltete Brecher nur ca. 15 % ihrer Auslegungskapazität schaffen.
- Geplant 1.000 Klassenräume, gebaut 399 64,0 Mio. € Das BMZ zahlte 64 Mio. Euro in Mosambiks Bildungstopf, doch statt 1.000 neuer Klassenräume pro Jahr wurden im Schnitt nur 399 fertig.
- Kanäle für 48.700, offiziell angeschlossen 10.660 25,0 Mio. € Deutschland bezahlte in Jordanien Abwasserkanäle für 35.000 zusätzliche Nutzer, offiziell angeschlossen waren im Evaluierungsjahr 10.660 Menschen.
- Notaufnahme ohne Werkstatt und Handbuch 2,3 Mio. € Die neue Notaufnahme von Jalal Abad wird genutzt, doch von der mitfinanzierten Wartung ist nichts übrig, und die neuen OPs sind unterausgelastet, unter anderem weil alte Säle weiterlaufen und ein OP-Management fehlt.
- Corona-Fonds: Betriebe zahlten nur 35 Prozent ihrer Kredite zurück 30,0 Mio. € Deutschland gab dem ivorischen Staat 30 Mio. Euro als Darlehen für einen Corona-Fonds für Kleinbetriebe, doch die Betriebe zahlten ihre Fondskredite nur zu rund 35 Prozent zurück und 38,1 Mio. Euro Fondsmittel aus mehreren Quellen liegen ungenutzt auf einem Bankkonto.
- Parkzentrale an Mauretaniens Küste kaum genutzt 25,5 Mio. € Für Naturschutz an Mauretaniens Küste zahlte das BMZ 25,64 Mio. Euro, die Beraterkosten lagen 240 Prozent über Plan, und das neue Hauptquartier wird kaum genutzt.
- Markt mit falsch geplanten Abwassertanks 7,5 Mio. € Ein Vorhaben mit elf Anlagen in Sambia kostete das BMZ 9,10 Mio. Euro, zwei davon werden derzeit praktisch gar nicht genutzt
- Mehr als 18 Millionen für ein Auslaufmodell 21,5 Mio. € Für mehr als 18 Mio. Euro wurden in Ägypten Kessel eines Kraftwerks erneuert, das danach nur selten lief und nun stillgelegt werden soll
- Der OP-Saal, in dem nie operiert wurde 6,8 Mio. € Deutschland zahlte 6,83 Mio. Euro für Kliniken in Malawi, doch eine Geburtsstation und ein Operationssaal wurden noch nie genutzt und von 10 Sterilisatoren laufen nur noch 3
- Waldschutz bezahlt, Abholzung gestiegen 6,7 Mio. € Das BMZ zahlte 9,62 Mio. Euro für den Schutz des größten Schutzgebiets von Honduras, doch die jährliche Entwaldung lag am Ende bei 2,38 % statt unter 1 %.
- Sieben Stopfmaschinen, je rund 20 Einsatztage im Jahr 30,9 Mio. € Für 32 Mio. Euro Entwicklungskredit gingen Gleispflegemaschinen nach Indonesien, zwei davon nach Sumatra. Die Stopfmaschinen liefen im Schnitt nur rund 20 Tage pro Maschine und Jahr.
- Wasserwerk läuft auf 29 Prozent 5,7 Mio. € Für 5,7 Mio. Euro Zuschuss erhielt die sambische Kleinstadt Katete ein Wassersystem, das laut Bericht nach über fünf Jahren Betrieb gerade 29 Prozent seiner Kapazität nutzt.
- Schulen, die Jahre zu spät kamen 32,8 Mio. € Für 25 Schulen in Jordanien verzögerten sich Planung und Bau um 110 bzw. 95 Monate, und Deutschland musste seine Mittel in beiden Phasen deutlich aufstocken.
- Bis zu 14 Jahre zu spät, sieben Pumpwerke weniger 37,6 Mio. € Deutschland gab 38,79 Mio. Euro für die Rehabilitierung ägyptischer Pumpstationen. Fertig wurden 14 von 21 Stationen, die Pumpkapazitäten gelten laut Bericht als überdimensioniert.
- Sondermüllanlagen, die nie Müll sahen 4,6 Mio. € In Tunesien flossen 4,5 Mio. Euro deutsches Entwicklungsdarlehen in zwei Annahmestellen für Sondermüll, deren Auslastung bei 0 Prozent liegt.
- Chloranlagen da, Chlor nicht 13,3 Mio. € In Proben aus 12 Dörfern lag das Wasser in den Haushalten in 68 Prozent der Fälle über dem WHO-Höchstwert für E.coli-Keime, keine der dort vorhandenen Chlorierungsanlagen lief.
- Schimmel im Neubau für Kriegsflüchtlinge 10,0 Mio. € Mit 10,00 Mio. Euro aus dem BMZ wurden in West-Georgien Wohnungen für Binnenflüchtlinge saniert und gebaut, in denen die KfW wenige Jahre später massiven Schimmel, eine gefährdete Stromversorgung und gebrochenes Glas über einem Spielhof fand
- Bewässerung für ein Drittel 5,9 Mio. € Das BMZ zahlte 5,88 Mio. Euro für Bewässerung in Xinjiang, statt ca. 7.000 armen Bauernhaushalten wurden nur ca. 2.500 erreicht.
- Teurer Neubau statt günstiger Schulung in den Regionen 5,0 Mio. € Für 5,84 Mio. Euro entstand in Bamako ein Schulungszentrum, das 2017 im eigenen Haus statt der geplanten 4.600 Weiterbildungen nur 799 schaffte.
- Schnell gebohrt, an den Kernvierteln vorbei 18,5 Mio. € Für 18,25 Mio. Euro ließ das BMZ in Nordjordanien Brunnen bohren und sanieren. Die Hilfe kam schnell, doch in einer Stichprobe von knapp 110.000 Kunden stieg der private Wasserkonsum zwischen 2013 und 2017 nur um 0,56 Prozent, und 13 der 37 Brunnen standen bei der Evaluierung still.
- 15 Millionen für Korridore, die es nie gab 15,0 Mio. € Das BMZ zahlte 15,04 Mio. Euro für zwei Schutzkorridore auf 40 Mio. Hektar brasilianischem Regenwald, eingerichtet wurde laut KfW kein einziger.
- 400 Wasserzähler, keiner davon im Einsatz 3,0 Mio. € Das BMZ zahlte 3,25 Mio. Euro für Wassertechnik im Nordirak, doch laut KfW wurden nur etwa 40 % der Geräte und Anlagen genutzt
- Kläranlagen für kaum belastetes Abwasser 29,0 Mio. € Drei Kläranlagen in Vietnam kosteten weit mehr als geplant, und laut KfW trugen sie zur Lösung des Problems nicht in relevanter Weise bei
- Neue Bank für einen übersättigten Teilmarkt 4,4 Mio. € Die Beteiligung an einer neuen Stadtbank in Ghana schrumpfte von 0,92 Mio. Euro auf 0,343 Mio. Euro, gegründet für urbane Händler, ein Teilmarkt, den die Evaluierung selbst übersättigt nennt
- Für 3,8 Millionen gekauft, für 10 Dollar verkauft 7,4 Mio. € Für rund 3,8 Mio. Euro erwarb die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Anteile an einer Mikrofinanzbank in Mosambik und gab sie 2012 zum symbolischen Preis von 10 US-Dollar wieder ab.
Maßnahmen
Daten
- Quelle: Transparenzportal des Bundes, Datenversion vom 30.09.2026. Es enthält alle BMZ-Maßnahmen, die 2013 oder später liefen.
- „Ausgezahlt insgesamt“ zählt alle Zahlungen dieser Maßnahmen, auch die vor 2013 (10,0 Mrd €). Die Jahresgrafik beginnt 2013. 2026 ist unvollständig.
- 44 % der Auszahlungen sind keinem einzelnen Land zugeordnet, etwa „Afrika, regional“ oder „Entwicklungsländer, nicht aufteilbar“. Sie fehlen auf der Karte.
- Träger ist die Organisation, die das Geld vom BMZ erhält. Partner ist die Organisation, die das Vorhaben umsetzt, soweit das Portal sie nennt (9.139 Maßnahmen).
- Bei 347 Maßnahmen nennt das Portal weder Titel noch Träger. Für Afghanistan enthält das Portal keine Maßnahme.
- Aktualisierung:
python3 tools/bmz.pyprüft jede Länderliste gegen die Summen des Portals.